Ein Tag im offenen und naturnahen Konzept:

In unseren Einrichtungen leben wir ein offenes Konzept, das den Kindern viel Freiheit und Verantwortung in ihrer täglichen Lern- und Entdeckungsreise gibt. Die Kinder wählen selbstständig die Bildungsräume, in denen sie sich aufhalten möchten. Dieser Prozess fördert ihre Eigenverantwortung, Entscheidungsfähigkeit und Selbstorganisation und ist ein zentraler Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit.

1. Der Start am Morgen: Die Wahl des Bildungsbereichs
Jeden Morgen kommen die Kinder in unsere Bildungshäuser und starten den Tag, indem sie ihren eigenen Foto-Magneten auf der Magnettafel platzieren. Auf dieser Tafel sind die verschiedenen Funktionsräume oder Bildungsbereiche bebildert und mit Symbolen versehen, sodass die Kinder schnell erkennen können, welcher Raum welche Aktivitäten und Themen bietet.

Zu den Räumen gehören:

  • Atelier: Ein Raum, in dem die Kinder kreativ werden können, malen, basteln, mit verschiedenen Materialien experimentieren und eigene Kunstwerke schaffen. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
  • Bauraum: Ein Ort, an dem Kinder mit Bauklötzen, Legosteinen und anderen Konstruktionsmaterialien ihrer Kreativität freien Lauf lassen und komplexe Bauwerke erschaffen können. Der Bauraum fördert nicht nur die Fein- und Grobmotorik, sondern auch das logische Denken und die Teamarbeit.
  • Spielzimmer: Ein Raum für freies Spielen mit einer Vielzahl an Spielmöglichkeiten, von Puppen und Fahrzeugen bis hin zu Brettspielen. Hier können die Kinder ihre sozialen Kompetenzen und Teamfähigkeit stärken und sich in verschiedenen Rollen ausprobieren.
  • Bibliothek: Ein Ort der Ruhe und des Wissens, in dem die Kinder in Bilderbüchern stöbern, Geschichten hören oder sich selbst mit Texten auseinandersetzen können. Die Bibliothek fördert die Sprachentwicklung und das Leseverständnis.
  • Esszimmer: Hier kommen die Kinder zusammen, um ihre Mahlzeiten einzunehmen. Neben der Nahrungsaufnahme fördert der Essbereich soziale Interaktionen, selbstständiges Handeln und Verantwortungsbewusstsein für das eigene Wohl.
  • Turnhalle: Ein Raum für Bewegung und körperliche Betätigung. Hier können die Kinder ihren Bewegungsdrang ausleben, turnen, klettern und ihre motorische Fähigkeiten schulen.
  • Rollenspielraum: In diesem Raum tauchen die Kinder in fantasievolle Welten ein und übernehmen verschiedene Rollen. Sie spielen Alltagssituationen nach, erfinden Geschichten und üben sich in sozialer Interaktion und Empathie.
  • Naturnaher Außenbereich: Ein Raum, der die Kinder nach draußen einlädt, um die Natur zu entdecken, zu forschen und in Bewegung zu sein. Der Außenbereich bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Klettern, Forschen, Spielen und Naturerleben.

2. Die Wahl des Bildungsbereichs
Nachdem die Kinder ihr Foto an die Magnettafel geheftet haben, begeben sie sich in den von ihnen gewählten Bildungsbereich. Diese Freiheit in der Raumwahl ermöglicht es den Kindern, nach ihren Interessen und Bedürfnissen zu entscheiden, woran sie an diesem Tag arbeiten oder was sie spielen möchten. Sie können sich für einen Bereich entscheiden, der sie gerade besonders anspricht, sei es durch Neugierde oder durch ein spezifisches Bedürfnis nach Ruhe, Bewegung oder kreativem Ausdruck.

3. Transparenz und Orientierung
Durch dieses System wissen alle Kinder und Erzieher im Bildungshaus jederzeit, wo sich die Kinder gerade aufhalten. Dies schafft nicht nur eine klare Orientierung für alle, sondern fördert auch die soziale Kommunikation unter den Kindern. Sie lernen, Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess zu übernehmen und respektieren die Entscheidungen und Bedürfnisse ihrer Mitmenschen.
Feste Regeln und Strukturen die mit den Kindern erarbeitet wurden, helfen zusätzlich unseren offenen Alltag harmonisch zu gestalten.

4. Förderung der Selbstständigkeit und Entscheidungsfähigkeit
Indem die Kinder selbstständig ihren Bildungsbereich wählen, fördern wir ihre Selbstständigkeit und Entscheidungsfähigkeit. Sie lernen, ihre Interessen und Bedürfnisse wahrzunehmen und zu kommunizieren. Sie erfahren, wie sie ihre Zeit und Aktivitäten selbst organisieren können. Diese Selbstbestimmung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu eigenverantwortlichem Handeln, das ihnen nicht nur im Kindergarten, sondern auch später in der Schule und im Leben zugutekommt.

Konzeptionen

Die Konzeptionen unserer Kindergärten sind zentrale Dokumente, welche die pädagogische Ausrichtung und die organisatorischen Rahmenbedingungen unserer Kindertagesstätten beschreiben. Sie dienen als Leitfäden für das tägliche Handeln der Erzieherinnen und Erzieher und als Informationsquelle für Eltern und Interessierte.
Eine gut durchdachte und klar formulierte Konzeption ist entscheidend für die Qualität der pädagogischen Arbeit und trägt maßgeblich zur Zufriedenheit und Entwicklung der Kinder bei.
Sie ist ein lebendiges Dokument, das regelmäßig überprüft und an neue Entwicklungen und Erkenntnisse angepasst werden sollte. Eine durchdachte und klar formulierte Kindergartenkonzeption schafft eine solide Grundlage für die pädagogische Arbeit und trägt maßgeblich zur Qualität und zum Erfolg einer Kindertagesstätte bei.

KindergartenUNI
"Unter’m Regenbogen"

in Wenden-Hünsborn

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Kindergarten
Ottfinger Dorfnest

in Wenden-Ottfingen

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Familienzentrum
"Kleine Strolche"

in Wenden-Altenhof

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Zukunftsorierte Gestaltung unserer Kitas

Im April 2023 erhielten wir die Nachricht von der schwierigen Lage des Elternvereins des benachbarten Kindergartens Kleine Strolche in Altenhof und im Dezember 2023 auch von den Herausforderungen des Kindergartens Ottfinger Dorfnest in der Gemeinde Wenden – beide Einrichtungen ebenfalls in Trägerschaft von Elternvereinen. Diese Entwicklungen machten uns bewusst, wie wichtig es ist, zukunftsorientiert zu handeln, um die Fortexistenz unserer eigenen Einrichtung und der benachbarten Kitas zu sichern.

1. Fusion und Erweiterung der Verwaltungsebene
Durch eine in unserer Region einzigartigen Initiative haben wir im Sinne einer nachhaltigen Zukunftsperspektive gehandelt. Um den Erhalt unserer Kindergärten langfristig zu sichern, haben wir uns entschlossen, die drei Kindergärten, unter dem gemeinsamen Namen „Wendsche Kinder“ zu fusionieren. Diese Fusion ist nicht nur eine logische, sondern auch eine notwendige Entscheidung, die vom Kreisjugendamt als zukunftsweisend und beispielhaft befürwortet wird.
Zusätzlich haben wir die Verwaltungsebene unseres Elternvereins erweitert, weiteres fachspezifisches Personal eingestellt und neue Büroräume geschaffen, um den organisatorischen Anforderungen gerecht zu werden. Diese strukturellen Anpassungen gewährleisten eine effiziente und zukunftsfähige Verwaltung unserer Einrichtungen.

2. Professionelle Unterstützung und Beratung
Um sicherzustellen, dass die Fusion erfolgreich verläuft und alle Kitas zukunftsfähig bleiben, haben wir professionelle Unterstützung und Beratung ins Haus geholt. Gemeinsam mit Fachleuten aus der Kinder- und Jugendhilfe sowie aus dem Bereich der Organisationsentwicklung arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Strukturen und Arbeitsabläufe zu optimieren. Diese Expertise ist für uns von unschätzbarem Wert, da sie uns hilft, die bestmögliche Grundlage für die Weiterentwicklung der drei Kindergärten zu schaffen.

3. Gemeinsame Zukunftsperspektive und Fachberatung
In Zusammenarbeit mit allen drei Teams und einer neu gewonnenen Fachberatung entwickeln wir regelmäßig neue Zukunftsperspektiven für die „Wendsche Kinder“ und evaluieren gemeinsam die künftige Ausrichtung der Einrichtungen. Diese Zusammenarbeit sorgt dafür, dass wir eine gemeinsame Vision verfolgen und uns stetig weiterentwickeln können, um den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien gerecht zu werden.

4. Bildungsorte und Wohlfühlorte für Kinder von 1 bis 6 Jahren
Unser Ziel ist es, den Eltern und insbesondere den Kindern im Alter von 1 bis 6 Jahren, Bildungs- und Wohlfühlorte zu bieten, an denen sie sich sicher und geborgen fühlen. In unseren Einrichtungen sollen die Kinder in ihrer Entwicklung begleitet, unterstützt und gefördert werden – und das mit viel Engagement und Herzblut. Dabei ist uns besonders wichtig, dass unsere Kitas kompetente Mitarbeiter beschäftigen, die mit Leidenschaft und Fachwissen für das Wohl der Kinder sorgen.

5. Fachliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter
Wir investieren in die Weiterbildung und Fachkompetenz unserer Mitarbeiter. Durch die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern und Coaches stellen wir sicher, dass unsere Erzieherinnen und Erzieher stets auf dem neuesten Stand der Fachlichkeit sind und sich kontinuierlich weiterentwickeln können. So gewährleisten wir, dass unsere Mitarbeiter nicht nur die Bedürfnisse der Kinder im Blick haben, sondern auch die neuesten Erkenntnisse aus der pädagogischen Forschung in ihre Arbeit einfließen lassen.

6. Gesunde Beziehungen als Grundlage für das Lernen
Wir sind davon überzeugt, dass in einem Umfeld mit gesunden Beziehungen und einer liebevollen Begleitung die Kinder besonders gut lernen können. Bei uns lernen die Kinder nicht nur fachliche Inhalte, sondern auch, wie wir miteinander umgehen, wie ich Konflikte löse und Verantwortung für mich und andere übernehmen kann. Diese sozialen und emotionalen Kompetenzen sind in der heutigen Zeit wichtiger denn je und bilden die Grundlage für ein erfolgreiches und erfülltes Leben.